Ratgeber
gegen sexuellen Missbrauch von Kindern


Tipps zur Prävention
Wichtige Anmerkungen
Hilfreiche Links

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Sexueller Missbrauch kommt so häufig vor, dass man davon ausgehen kann, in jeder Kindergartengruppe,
in jeder Schulklasse, in jeder Nachbarschaft oder Verwandtschaftsgruppe Kinder zu finden,
die sexuell belästigt oder missbraucht werden. (Gisela Braun, AJS)
Aus diesem Grund hat unsere Grundschule dieses Thema in den letzten Jahren
immer wieder zur Diskussion gestellt  mit Theaterstücken (Vorsicht zerbrechlich-aber nicht hilflos vom Sandkorn)
und Vorträgen von Kriminalhauptkommissar a.D. Dieter Eichsteller und mit dieser Seite
.
Worum es geht

Kinder sind auf ihrem langen Weg des Erwachsenwerdens neben der elterlichen Liebe und Fürsorge auf Schutz,
Hilfe und Geborgenheit der Allgemeinheit angewiesen. Dazu müssen sie den Erwachsenen, denen sie begegnen, vertrauen können.
Der Missbrauch beginnt da, wo Erwachsene diese kindlichen Bedürfnisse  und Abhängigkeiten zur Befriedigung ihrer eigenen
sexuellen Bedürfnisse ausnutzen. Solche Menschen sind nicht in der Lage, ihre eigenen Grenzen einzuhalten und sie
missachten rücksichtslos und brutal die Grenzen von Kindern, die ihnen vertrauen.
Das Kind wird zur Sache degradiert, nur als Konsumgut zur Triebbefriedigung gesehen, das  man sich notfalls auch mit Gewalt unterwirft.
So wird die Lebens- und Entwicklungsgrundlage und die Seele der Kinder nachhaltig beschädigt.

Wir müssen dabei nicht gleich an brutalste Sexualverbrechen denken. Weit häufiger geschehen solche Dinge
unspektakulär und von der Öffentlichkeit unbemerkt im Familien- Freundes- und Bekanntenkreis.

Opfer sind meist Mädchen, Täter überwiegend Männer.

Signale, die man nicht übersehen sollte

Wenn Erwachsene mit Jungen oder Mädchen recht komische Sachen vorhaben, sie z.B. an Stellen streicheln,
an denen Kinder nicht unbedingt gerne gestreichelt werden wollen, ungewöhnlich engen Körperkontakt suchen
oder selbst von den Kindern an Stellen angefasst werden wollen, an denen man üblicherweise niemanden berührt,
wenn sie unangenehm komisch küssen und kuscheln wollen und Kinder zu Spielen überreden , von denen sie
niemandem erzählen dürfen, dann sollten Kinder darüber mit jemandem sprechen, der ihre Sorgen und Ängste
ernst nimmt. Missbrauch beginnt überall da, wo Wünsche, Ängste und Gefühle von Kindern nicht respektiert werden
und nicht erst im Bereich offensichtlich erzwungener sexueller Handlungen.

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Tipps zur Prävention

das Selbstwertgefühl der Kinder stärken, sie dabei unterstützen, dass sie ihren Gefühlen vertrauen können,

jedes Kind muss so stark sein, dass es sich traut, NEIN zu sagen,

offen mit den Kindern über Fragen sexueller Aufklärung sprechen,

den Kindern ein Gefühl für "echte" und "falsche" Geheimnisse lehren,

Kindern nicht zwingen, unangenehme Zärtlichkeiten über sich ergehen zu lasssen,
sondern sie in der Abwehr solch ungebetener Berührungen unterstützen,

dem Kind viel Zeit und Zärtlichkeit schenken und ihm vermitteln,
dass es alles erzählen darf, ohne Angst vor Strafen haben zu müssen,
sondern immer mit einem verständnisvollen Ohr  rechen kann,

mit Signalen und Hinweisen (oft auch versteckt oder nur angedeutet)
behutsam aber ernst umgehen und nicht die Augen verschließen,
weil eine Person aus dem nächsten Umfeld betroffen ist,

feste Wege und Zeiten verabreden, dem Kind angewöhnen, dass es
Bescheid sagt, was es mit wem wo tut.

Die Broschüre "So schützen Sie Ihr Kind" mit weiteren Verhaltenstipps
erhalten Sie bei jeder (Kriminal-) Polizeidienststelle.

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Wichtige Anmerkungen

Kinder, die gelernt haben, dass ihre Gefühle auch von Erwachsenen respektiert werden müssen,
die selbst entscheiden dürfen, was sie zulassen wollen oder nicht,
sind besser gegen sexuelle Übergriffe geschützt, als verängstigte unsichere Kinder.
Niemals tragen die Kinder die Verantwortung für den Missbrauch.
Alle Erwachsenen haben die Pflicht genau hinzusehen und notfalls einzuschreiten
(auch und gerade im familiären Umfeld),
um Kinder vor Gewalt und sexueller Ausbeutung zu schützen !

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Links, die informieren und weiterhelfen können


Kinderschutzportal

WSD-Angebote

Suchhilfe für Beratungsstellen in ganz Deutschland

Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen

Informationen des Kultusministeriums

Schaut nicht weg ! (Innocence in danger)

Beratungsangebot und Informationen des Vereins Wildwasser in Stuttgart

Beratungsangebot und Informationen des Vereins Wildwasser in Karlsruhe
 

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